Technik

(M)eine Geocaching-Ausrüstung

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28. Februar 2020

“Ein wenig Hilfe will das Glück gerne haben.”

– aus Norwegen

– Achtung: Das Lesen des folgenden Blogbeitrages setzt einiges an Kenntnis des Hobby “Geocaching” voraus. Wer noch nie Geocaching gemacht hat oder noch absoluter Geocaching-Anfänger ist, dem empfehle ich vorab den folgenden Beitrag “Geocaching – Eine Einführung in die digitale Schatzsuche” zu lesen. –

Geocaching: die moderne Schnitzeljagd. Ein Hobby, das ich seit 2014 betreibe.

Neben den Erfahrungen, die ich als Dosenfinder gemacht habe, habe ich mir im Verlaufe der Zeit eine Geocaching-Ausrüstung zusammengestellt, die es mir erlaubt möglichst viele (bei weitem aber natürlich nicht alle!) Dosen loggen zu können.

Mir ist es wichtig, das es nicht zuviele Gegenstände sind, die ich brauche. Zudem sollte alles in meiner Umhängetasche passen.

Für Touren nehme ich natürlich einen Rucksack mit, aber an der eigentlichen Ausrüstung ändert sich nichts. Es handelt sich also wirklich um (m)eine Standard-Geocaching-Ausrüstung.

Natürlich hat jeder seine eigene persönliche Ausrüstung zum Geocaching. Jeder betreibt dieses Hobby ja doch anders. Doch vielleicht ist ja für den einen oder anderen der eine oder andere Gegenstand dabei, den noch zur eigenen Ausrüstung fehlt.

Lass dich einfach inspirieren und viel Spaß beim Lesen!

Bevor es zum Geocaching hinaus geht….

Bevor man überhaupt zu dem Cache hingeht, sollte man ein paar Regeln befolgen, sonst ist der Spielspaß schneller vorbei, bevor es überhaupt richtig angefangen hat:

1. Regel

Immer das Listing der gesuchten Dose vorab lesen! Immer!!!

Selbst bei traditionellen Cache kann es sonst zu der einen oder anderen Überraschung kommen und ein Loggen der Dose ist nicht möglich, weil man nicht auf die Hinweise im Listing geachtet hat. Um späteren Ärger daher zu erspraren einfach immer das Listing lesen. Manchmal sind da auch wirklich schöne Geschichten dabei.

2. Regel

Ein Cache kann man sich vielleicht so merken und auch wo seine Koordinaten liegen; aber wie sieht es bei 10 oder 20 oder mehr Dosen an einem Tag aus? Eben! Daher immer mit Hilfe einer (Notitz)-App den Cache abspeichern. Ich persönlich nutze die App: c:geo zum Speichern von Geocaches.

Es gibt tatsächlich auch noch Geocacher, die sich den GC-Code der Dose mit/ohne dem Listing auf Papier ausdrucken. Das ist natürlich auch eine Möglichkeit damit Cachen zu gehen. Allerdings ist mir die digitale Nutzung zu einem platzsparender und vor es spart vor allem Papier. Zumal finde ich es verdächtiger und auffälliger mit mehreren Blättern Papier nach einer Dose zu Suche als ein schneller Blick auf das Smartphone.

3. Den eigenen Kopf benutzen

Geocacher ist kein Spiel für Smombies, wo man nur stupide auf das Smartphone guckt. Es gibt genug Spiele, die leider zu diesem Verhalten führen. Beim Geocaching allerdings ist bei der einen oder anderen Dose der eigene Kopf gefragt. Völlig Kopflos durch die Landschaft sollte man eh nicht gehen. Zu einem fällt es Nicht-Cachern sofort auf, wenn einer scheinbar ziellos über Feld und Flur geht und zweitens verzögert sich dadurch der Fund der Dose. Also Grips an, gezielt zu den Koordinaten gehen, mögliche Verstecke ausfindig machen und dort direkt nach der Dose suchen.

Und wenn alles klappt, hat man die Dose blitzschnell in der Hand.

Mein absolute Grundausrüstung (sog. “CGA” = “Cacher-Grundausrüstung”)

Die folgenden Gegenstände sind meiner Meinung nach universell und jeder Geocacher sollte sie immer bei jeder Geocaching-Tour dabei haben.

  • GPS-Empfänger

Ohne ein GPS-Empfänger weiß man nicht, wo der Cache genau liegt und wo man suchen sollte. Logisch, oder?

Es gibt neben reinen GPS-Geräten auch Smartphones, die GPS-Signale empfangen können. Aber da einige Gegenden hier in Deutschland keine gute Netzabdeckung aufweisen, empfiehlt es sich eher ein GPS-Gerät statt eines Smartphones zu nutzen.

Die Vorteile liegen auf der Hand. Während Smartphones mit Funklöchern zu kämpfen haben, kann ein GPS-Gerät immer die GPS-Signale der Satelliten empfangen. Vorraussetzung hier ist es, das man sich nicht in einem Gebäude befindet. Ein weiterer Vorteil von GPS-Geräten gegenüber Smartphones ist ihr geringer Stromverbrauch. Meiner Erfahrung her braucht man ein GPS-Gerät vor allen in Mittelgebirgen (z.B. Harz) und in Gegenden mit wenig Besiedlungen.

  • Stift

Ein sehr wichtiger Gegenstand. Vielleicht neben dem GPS-Empfänger der wichtigste Gegenstand überhaupt.

Welcher Geocacher kennt nicht die folgende Situation:

Man hat gerade ein Geocache gefunden. Öffnet diese, schlägt das Logbuch auf und dann stellt man fest – Stift vergessen!

Aaaargh!

Der Jammer kann nicht größer sein! Daher – IMMER einen Stift dabei haben. Ab besten zwei, denn in Wald und Wiese neigt man dazu auch mal einen zu verlieren (Ich spreche da aus Erfahrung 😉 )

Bewährt haben sich beim Eintragen in das Logbuch Bleistifte oder Kugelschreiber. Keine Stifte mit Tinte verwenden. Sie verschmieren nur und macht den eigenen Logeintrag nur unleserlich. Zumal bleibt Tinte gerne an Fingern haften. Das muss ja auch nicht sein, oder?

  • CITO-Tüte

Bei großen Geocaching-Events werden häufig kostenlos die sogenanten CITO-Tüten (CITO = “Cache In, Trash Out”) verteilt. Ich nehme mir immer einige mit, weil ich sie ja doch (leider) häufig brauche. Alternativ reicht natürlich eine einfach Plastiktüte.

Wenn ich in der Natur unterwegs bin, ärgert es mich immer wieder, wenn ich am Wald- oder Feldrand Plastikflaschen, Plastiktüten und anderen Müll entdecke. Einige scheinen hier auch den Wald als Abstellplatz für den eigenen Sperrmüll zu verstehen.

Natürlich kann man nicht jeden Müll, den man im Wald findet, mitnehmen. Dennoch kann man (nicht nur) als Geocacher die Welt ein wenig besser machen. Einfach bei jedem Spaziergang oder bei jeder Geocaching-Tour einen Müllbeutel mitnehmen und den Müll, den man beim Geocaching findet, auflesen.

Meine ECA – Erweiterte Cacher-Ausrüstung

Meine GCA wurde nun vorgestellt, aber natürlich reicht laut Erfahrung meine GCA nicht aus um Dosen zu finden oder Loggen zu können.

Ich bin kein Kletter-Cacher und auch kein Angler. Dazu brauch es mehr als einen Rucksack oder einer Tasche. Ich bin eher praktisch veranlagt und cache nach dem Motto “So viel wie nötig, so wenig wie möglich”. Daher hält sich auch meine ECA in Grenzen.

Die folgenden Sache gehören bei mir immer ins Gepäck bei jeder Geocaching-Tour. Zwar könnte man das schon als GCA zählen, doch es hat sich herausgestellt, das wenn man einer dieser Gegenstände fehlen sollte, ist es doch möglich den größten Teil der gesuchten Caches aus dem Versteck zu bergen und zu loggen. Daher ist es doch irgendwie eine ECA.

  • Notizbuch / Notizblock

Als Blogger empfehle ich immer ein Notizbuch dabei zu haben, denn man weiß ja nicht, wo die Idee für den nächsten Beitrag lauert und dann möchte man das doch gerne schriftlich festhalten. So ist auch automatisch auch immer das Notizbuch dabei wenn ich auf Dosenjagd bin.

Beim Lösen von Multi-Caches oder Earthcaches haben sich Notizbücher zum Notieren von Hinweisen, Lösungen, Koordinaten etc. als sehr nützlich erwiesen. Ich nutze gerne Notizbucher in Größe DIN-A5. Diese kann man in jeden Schreibwarenladen kaufen und passen in jede Hosentasche.

  • Stabmagnet

Um Caches in Rohren oder in Höhen zu erreichen (mit dem Hinweis, das sie magnetisch sind) hat mir der Stabmagnet schon die eine oder andere Dose hervorgezaubert.

Der Magnet ist recht stark und man kann es wie ein Teleskop ausfahren. Das ist sehr praktisch für Dosen, die in Eisenrohren versteckt sind oder in bestimmten Höhen hängen (und natürlich magnetisch sind)

  • Anatomische Pinzette

Das Besondere an der anatomischen Pinzette sind die Querrillen an deren Spitzen, die sogenannten “Haltebacken”.  Diese Pinzette ist sehr praktisch um ein Gegenstand aus einem Loch oder ein sehr zerdrücktes Loguch aus dem Petling zu “ziehen”.

Diese Pinzetten gibt es in unterschiedlichen Längen. Man kann sie in Apotheken oder in Geschäften für Medizinbedarf kaufen.

  • Tasche / Rucksack

Mein ECA/GCA soll natürlich nicht lose in der Tasche “umherfliegen”. Hier habe ich eine Kulturtasche gefunden, die sich bisher als ECA/GCA-Tasche bewährt hat. Außer das Notizbuch packe ich hier alle meine Utensilien ein.

Nachhaltigkeit ist bei mir immer ein Thema beim Kauf von neuen Gegenständen. Und so habe ich mir eine Upcycling-Tasche gekauft, die ursrünglich ein Tee-Sack war.

  • UV-Taschenlampe

Meine UV-Taschenlampe ist ein Geschenk eines befreundeten Geocachers. Ich habe sie nicht oft gebraucht, doch bei einigen Multis war sie durchaus sehr nützlich, denn oft waren Hinweise mit Hilfe eine UV-Stiftes geschrieben, das man bei natürlichen Tageslicht nicht sehen kann.

Weder GCA noch ECA – dennoch praktisch!

Die folgenden Gegenstände sind nicht essentiell; und doch bin froh, wenn diese dabei sind. Frei nach dem Motto – kann man einpacken, muß man aber nicht.

  • Erste-Hilfe-Set

Beim Geocaching geht es auch mal durch unwegsames Gelände hindurch. Und da ist die Verletzungsgefahr größer als auf einem Waldweg. Daher sollte man im Gepäck Pflaster und Wundspray dabei haben, um kleine Verletzungen möglichst schnell behandeln zu können.
  • Kamera

Zur Dokumentation des Cache-Zustandes ist es durchaus praktisch eine Kamera dabei zu haben. Heutzutage erledigt oft ein Smartphone diese Aufgabe. Ein Owner ist meist froh, Bescheid zu bekommen, wenn er erfährt, dass etwas mit seinem Cache nicht in Ordnung ist und dies schnell durch ein Bild und einer kurzen Beschreibung erfährt.

Auf für Rätselcaches ist es durchaus Praktisch wenn man Fotos von etwas machen kann, die später bei der Lösungssuche hilfreich sein könnne. Und man nicht ständig zwischen mehreren Stationen laufen muss.

Letztendlich bringt uns ja das Hobby an wunderschöne Orte, wo wir zu größter Wahrscheinlichkeit ohne der Verlockung der Dose nie hingekommen wären. Diese Orte können wir dank einer Kamera fotografisch festhalten.

  • Ersatzlogbuch

Jeder Geocacher hat es bestimmt einmal erlebt: Das Logbuch war brechend voll und nur an einer ganz kleinen Ecke konnte man seinen Lognamen und das Funddatum eintragen.

Ideal ist es nicht. Da ist es doch praktisch, sofern der Platz im Cache zulässt, sich auf ein neues frisches Logbuch eintragen kann, das man dann zum alten Logbuch hinzulegt. Hier sollte dann auf jeden Fall der Owner informiert werden, das man ein Ersatzlogbuch zu dem vollen hinzugelegt hatt.

Statt einem neuen Logbuch, kann man auch ein einfachen Zettel verwenden, wo man seinen Cacher-Namen und das Logdatum einträgt. Diese Methode wird aber nach eigenen Erfahrungen nicht so gerne gesehen.


Wie sieht deine GCA / ECA aus? Welcher Gegenstand sollte deiner Meinung nach jeder Geocacher haben? Hinterlasse hier ein Kommentar oder schreibe mir eine Email.

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Zoe
Mecklenburg-Vorpommern, Deutschland

Hallo, ich bin Zoe - eine naturverrückte diplomierte Gestein- und Fossilienliebhaberin, die das Wandern nicht lassen kann. Per Fuß oder per Rad, hauptsache draußen und Natur entdecken - und ja Steine gehören bei mir einfach dazu. Ich freue mich auf einen regen Austausch, Ideen und Kommentare. Liebe Grüße - Zoe

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