Meine (Reise-)Highlights 2025 – Ein Jahresrückblick
„Jeder Neuanfang wohnt einem Zauber inne.“
© Hermann Hesse (1877 – 1962), deutsch‑schweizerischer Schriftsteller
2025 ist zu Ende – und schon ist ja fast der erste Monat um, während ich diesen Blogartikel schreibe. Eigentlich versuche ich stets zu Beginn des neuen Jahres meinen Jahresrückblick zu schreiben. Doch in diesem Jahr fühlte ich mich müde und einfach noch nicht so weit, sofort am 1. Januar in die Tasten zu hauen.
Aber andererseits kann ich mich ja nicht ewig davor drücken. Andere Beiträge sind bereits am Start und warten darauf, dass ich sie auf dem Blog veröffentliche. Nun gut, dann haue ich mal hier in die Tasten und erzähle dir, wie mein Jahr 2025 als Bloggerin war.
Inhaltsverzeichnis
Meine Highlights 2025
Anders als bei den bisherigen Jahresrückblicken zähle ich meine Highlights nicht einfach so auf – sondern ich mache es diesmal chronologisch:
- Januar bis März
Interviews!
Rückblickend verbinde ich die ersten drei Monate des Jahres 2025 weniger mit meinem Blog, sondern mit Interviews. Warum? Nun, weil Einladungen zu Interviews mir einfach zeigen: Mein Blog wird gehört. Was ich schreibe, ist interessant und man möchte mit mir über spezielle Themen sprechen, weil ich (im besten Falle) etwas Interessantes sagen kann.
Ich freue mich über Interview-Anfragen. Für mich ist es auf jeden Fall ein schönes Gefühl, diese Art von Anerkennung und Sichtbarkeit zu bekommen. Das zeigt auch: Mein Blog ist gar nicht so klein und nischenhaft, wie ich manchmal noch denke.
Allerdings sind es gerade die Nischenthemen, zu denen ich zum Gespräch eingeladen werde, was ich persönlich sehr interessant finde. Denn oft sind es nur ein oder zwei Artikel, die ich zu einem Thema schreibe, und dann ist es für mich erstmal abgeschlossen. Aber anscheinend nicht für meine Interviewer. So wurde ich zum Beispiel im Januar für eine Masterarbeit zum Thema Minimalismus interviewt. Das ist eigentlich ein Bereich, der nicht zu den Hauptthemen meines Blogs gehört.
Der NDR kam ebenfalls auf mich zu – und zwar zum Thema „Leben ohne Auto““ bezogen auf meinen Artikel 20 Jahre autofrei – (M)ein Leben ohne Auto. Ja, seit jetzt 21 (!) Jahren lebe ich ohne Auto und fahre auch keins. Und ich lebe noch! Spaß beiseite. Kein Gegenstand fehlt mir so wenig in meinem Leben wie ein Auto.
Und zu guter Letzt wurde ich im März vom Nordkurier interviewt. Hierbei ging es um mich und meinen Blog (den Artikel findest du hier). Mich freut es, dass mein Blog auch in der regionalen Tageszeitung Interesse geweckt hat. Denn kurz nach der Veröffentlichung habe ich einige Leser-Nachrichten bekommen. Danke!
Eine Überraschung für mich bei der Veröffentlichung: Eine ganze Zeitungsseite wurde mir dafür gewidmet! Eine ganze Seite! Wow!
Hinweis: Im Nordkurier-Artikel haben sich leider ein paar inhaltliche Fehler eingeschlichen. So habe ich nicht eine Ausbildung, sondern ein Studium absolviert, um Gebärdensprachdolmetscherin (im Artikel leider fälschlicherweise als „Gebärdendolmetscher“ bezeichnet) zu werden. Und auch mein Blog hat keine 1.000 bis 2.000 Besucher täglich, sondern eher monatlich.
- April
Wandertag am Schaalsee
Da wohne ich schon viele Jahre in Mecklenburg-Vorpommern, und ich habe es bisher noch nicht geschafft, das Biosphärenreservat Schaalsee zu besuchen?! Das geht so nicht!
Also bin ich Anfang April an einem wirklich wunderschönen Frühlingstag nach Zarrentin am Schaalsee gereist. Neben viel Wasser habe ich dort auch ein Moor erkundet. Mehr zu diesem Ausflugstag kannst du in meiner Collection auf Komoot lesen: Ein Frühlingstag am Schaalsee
Stempel in Thüringen
Wanderstempel gesammelt habe ich ja bereits im Harz (Harzer Wandernadel) und auf dem Deister (Wanderberichte: hier und hier). Nun ist es wohl so, dass ich jetzt seit 2025 offiziell die nächste große Wanderstempel-Challenge anfange – mit dem Namen „Touringen-Touren”.
Doch was ist „Touringen-Touren”?
Seit Oktober 2022 läuft das Projekt „Touringen”, wie bereits bei der Harzer Wandernadel muss man dafür Stempelstellen sammeln. Ursprünglich waren es über 200 Stempelstellen – aber seit Juli 2023 wurde deren Anzahl auf über 400 erhöht und somit das Netzwerk der Stempelstellen erweitert, die sich jetzt über das ganze Land verteilt zu finden sind.
Den allerersten Touringen-Stempel habe ich per Zufall auf einer Harz-Wanderung gefunden (siehe Tag 4 bei Blogartikel: Über Stock und (Gips-)Gestein – 4 Tage durch den Südostharz). Und die ersten Stempel von Touringen sind bereits auch gesammtelt.
Damals war ich noch unsicher, ob ich dieses neue „Sammelprojekt” angehen sollte. Aber ja, im Jahr 2025 war ich mir sicher und es auch in diesem Jahr. Das wird was! Also wird in Zukunft mein Blog mit auch Berichten aus Thüringen gefüllt. Ich bin gespannt.
-
Mai
Geinitz-Jahr
Im Jahr 2025 jährte sich der 100. Todestag von Eugen Geinitz – der Vater der Geologie Mecklenburgs (Seine Biographie findest du hier). Kein Wunder also, dass das Landesamt für Umwelt, Natur und Geologie in Mecklenburg-Vorpommern das Jahr 2025 als Geinitz-Jahr ausrief.
Viele interessante Veranstaltungen fanden zu Ehren Eugen Geinitz statt – so zum Beispiel wurde eine Frühjahrsexkursion organisiert, bei der ich auch teilnahm.
Diese Exkursion startete in Neubrandenburg, von wo aus wir mit einem Reisebus verschiedene geologische Stationen aufsuchten, an denen auch Herr Geinitz geforscht oder gewirkt hatte. Sehr interessant – und ich habe meine Wahlheimat Mecklenburg-Vorpommern noch einmal anders, vor allem geologisch, kennenlernen dürfen.
Im Rahmen des Geinitz-Jahres habe ich auch eine neue Kategorie auf meinem Blog eingeführt: Biographien. Diese soll sich zunächst den Personen widmen, die sich mit der Geologie von Mecklenburg-Vorpommern beschäftigt oder gar geforscht haben.
- Juni – Juli
4 Wochen Niederlande
Das Jahr 2025 hat mich auch das bisher größte Reiseabenteuer beschert, denn ich war von Mitte Juni bis Mitte Juli mit dem Rad durch die Niederlande gereist. Ich bin auf deutscher Seite in Leer gestartet, über die Grenze bei Bad Nieuweschans geradelt und dann war ich schon mitten in den Niederlanden.
Vier Wochen schienen mir zu Anfang eine lange Zeitspanne zu sein, aber es war knapp kalkuliert. Dazu gehörten nämlich auch Pausentage, das heißt, das ich mal 1 oder 2 Tage länger an einem Ort geblieben bin. Den längsten Aufenthalt hatte ich in der Hauptstadt Amsterdam gemacht. Denn die Niederlande habe ich nicht zufällig als Reiseland ausgewählt.
Seit 2024 bin ich auch als Künstlerin aktiv und habe für meine Reise durch die Niederlande sogar einen Instagram-Account erstellt. Hierbei habe ich täglich Zeichnungen und Bilder, die ich während der Reise erstellte, veröffentlicht. Was zuerst wie eine spontane Idee war um auch diese für mich neue soziale Netzwerk auszutesten, hat sich mittlerweile bei mir fest für die Veröffentlichung meiner Kunstwerke fest etabliert. Doch wer jetzt dort Bilder zu meinen Reisen, was ich so als Bloggerin erlebe wird dort vergeblich schauen. Mein Instagram-Account ist nur der Kunst gewidmet. Das soll auch erstmal so bleiben.
Gesonderte Blogartikel zu meiner Reisen durch die Niederlande werden aber folgen und natürlich hier auf dem Blog veröffentlich werden.
Offline-Zeit
Bereits Anfang April traf mich völlig unerwartet ein Problem mit meinem ehemaligen Telefonnetzanbieter. Meine Erfahrung mit den vier Wochen ohne Netz habe ich geschildert (s. Blogartikel: Vier Wochen offline: Mein Digital Detox ohne Mobilfunk).
Seitdem ist mich das Thema „Bewusstes Offline-Sein” und „Digital Detox” immer wieder begegnet. Im Sommer bin ich dann auf den Insta-Account Offline Club gestoßen. Dieser bewarb zu dem Zeitpunkt den International Offline Day. Ich fand das Thema spannend und machte mit. Das heißt: 24 Stunden war ich offline. Mein Handy war aus. Mein W-LAN hatte ich sogar dafür auch ausgeschaltet. Die analoge Welt hatte ich wieder – oder war es umgekehrt?!
Jedenfalls war es für mich ein magisches Erlebnis und eine echte Erkenntnis. Ich war begeistert von der Idee. Seitdem organisiere ich für mich selbst einmal im Monat einen Offline-Day. das heißt für 24 Stunden bin ich nicht per Handy erreichbar, ich nutze da aber selbst auch keine digitalen Sachen. Das heißt aber auch, Laptop und Handys aus.
Was am Anfang für mich noch ungewöhnlich war, hat sich mittlerweile zu einem festen Monatstermin entwickelt bei mir entwickelt. Denn ich bin aus meiner eigenen Sicht viel zu viel digital unterwegs.
- August
Vortrag über Gesteine der Ostsee
Der Gehörlosenverein in Ludwigslust hatte mich angefragt, ob ich nicht bei ihnen einen Vortrag über die Gesteine der Ostsee halten würde. Aber gerne! So habe ich eine ganze Kiste mit Gesteinen zum Vortrag mitgebracht, die dann im Anschluss von den Zuhörern bestimmt werden konnten.
- November
Vortrag über Masuren
Mittlerweile ist meine erste große Bikepacking-Reise einige Jahre her (siehe Blogbeitrag hier: Masuren auf dem Sattel entdecken – 15 Tage Bikepacking in Polen). Doch das Thema lässt mich immer noch nicht los. Denn der Gehörlosenregionalverein Schwerin stellte die Anfrage, meinen Vortrag, den ich bereits im Gehörlosenverein in Ludwigslust gehalten habe, erneut in Deutscher Gebärdensprache zu erzählen. Gesagt, getan.
Und was noch Jahr 2025 so passierte …
Kunst ist Lifestyle
Bereits im Jahresrückblick 2024 habe ich erzählt, dass Kunst ein Teil meines (Reise-)Lebens geworden ist. Mittlerweile habe ich auch an sogenannten Art-Challenges, Wettbewerben und Mitmach-Aktionen teilgenommen.
So wurde auch ein Bild von mir für einen vorgegebenen Zeitraum im öffentlichen Raum ausgestellt und auf der Webseite des Staatlichen Museums Schwerin veröffentlicht – eine Tatsache, die mich sehr ehrt. Und letztendlich konnte ich sogar eines meiner Werke im letzten Jahr verkaufen.
Diese ganzen Erlebnisse haben mich bestärkt, weiter mit meiner Kunst zu machen. Denn Kunst ist nicht nur für mich ein wiederentdecktes Hobby geworden, sondern sie hat sich auch mehr zu einer Art Lebensstil entwickelt. Es vergeht kein Tag, an dem ich nicht etwas zeichne, male oder mich durch andere Künstler inspirieren lasse.
Zurzeit arbeite ich daran, meine Werke nicht nur auf Instagram zu zeigen, sondern auch auf einer neutralen Plattform. Es wird also eine Webseite geben. Sie ist noch in Arbeit, aber ich hoffe, dass sie noch im ersten Quartal 2026 fertig sein wird.
Thema Überwintern
Der Winter ist nicht meine liebste Jahreszeit, in der ich vor die Tür gehe. Vor einigen Jahren bin ich tatsächlich im Dezember/Januar immer nach Südeuropa geflohen, um wenigstens für eine oder zwei Wochen der Kälte zu entgehen. Doch die letzten zwei Jahre habe ich den Winter in Deutschland verbracht. Dank interessanter Lektüre über den Winter und das Überwintern habe ich noch einmal über alles nachgedacht, und es gab tatsächlich in mir eine Veränderung – meine Sichtweise hat sich gewandelt.
Und auch jetzt im neuen Jahr ist der Winter nicht vorbei, und er beschäftigt mich. Anders als bisher. Ich werde sicherlich darüber noch einen Blogartikel schreiben.
Die beliebtesten Blogartikel 2025
Hier sind die Plätze 1 bis 10 der Blogartikel-Lieblinge aufgelistet:
- Steine bestimmen am Strand für absolute Anfänger
- 10 Gesteine, die du (fast immer) an der Ostseeküste findest
- Der blaue „Achat” aus dem Harz: der Bode-Achat
- Startseite
- Der rote Diamant von Helgoland: Roter Feuerstein
- Wann ist ein Berg ein Berg? (#TagderBerge)
- Wald trifft Ostsee – die Küstenwälder von Mecklenburg-Vorpommern
- Ein Besuch im Urwald bei Stockholm: Der Tyresta Nationalpark
- Wer steckt hinter „Rambling Rocks?”
- Echse ohne Beine: Die Blindschleiche
Wenn ich den Stand vom letzten Jahr mit denen aus den letzten Jahren vergleiche, stelle ich fest, dass sich nur wenig bei den Platzierungen verändert hat.
Der absolute Artikel-Liebling ist und bleibt: Steine bestimmen am Strand für absolute Anfänger
Aber auch die anderen Artikel sind echte „Evergreens“. Überraschend war für mich, dass es kein Artikel aus dem Jahr 2025 in die Top 10 geschafft hat.
Lag es an den Themen? Habe ich zu wenig veröffentlicht? Ist mein Schreibstil langweilig geworden?
Vielleicht braucht es einfach nur etwas Zeit, bis auch diese Artikel ihre Aufmerksamkeit bekommen. Manchmal ist der Artikel richtig, aber der Zeitpunkt seiner Veröffentlichung falsch. Nun, das Jahr 2026 ist noch jung. Man darf gespannt sein, welche Artikel bei dir als Leser Gefallen finden.
Pläne von 2025 umgesetzt?
- Mehr Reisen
Hm, irgendwie ja und nein. Mein großer Urlaub im Jahr 2025 war ja die Vier-Wochen-Radreise durch die Niederlande. Das ist eine lange Zeit – weit weg von Alltag, Arbeit und gewohnter Umgebung. Aber wenn es der einzige lange Urlaub zwischen nur wenigen freien Tage und vielleicht einem freien Wochenende ist, fühlt sich das für mich im Vergleich zum ganzen Jahr wenig an.
Sicher für andere ist es sicherlich ein Luxus so lange verreisen zu können, dennoch – das Gefühl bei mir bleibt.
Pläne für 2026
- „Mehr draußen”
Ich habe im Jahr 2025 einige interessante Wanderungen und Radreisen gemacht – vor allem war ich ja sogar allein ganze vier Wochen auf dem Rad unterwegs gewesen. Doch ich merke: Masse ist nicht gleich Klasse – wobei ich natürlich nicht die Erfahrungen und Eindrücke meiner großen Radreise in den Niederlanden missen möchte. Aber ich glaube, ich bin eher der Kurzreisen-Typ. Und davon bitte mehr.
Daher habe ich mir für dieses Jahr vorgenommen, allgemein mehr draußen zu sein. Weniger große Reisen, sondern eher kleinere. Also mehr kurze Auszeiten, statt für mehrere Wochen komplett woanders zu sein. Aber das ist nur ein Plan. Wer weiß, wohin und wie lange es mich verschlägt.
- Es bleibt wie bisher
Meinen Blog finde ich gut so, wie er ist. Er wächst und gedeiht, und es macht mir immer noch Spaß, dafür Artikel zu schreiben.
Es bleibt also bei der gewohnten Routine: monatlich mindestens einen Blogbeitrag – und hoffentlich damit meinen Leserinnen und Lesern mehr Bewusstsein für ihre Umwelt und Natur (vor allem Geologie) zu vermitteln. Und natürlich möchte ich sie dafür begeistern, mehr in der Natur zu sein – wenn möglich ohne die Umwelt zu belasten, das heißt: weniger Auto und Flugzeug, dafür mehr mit dem Rad, zu Fuß oder mit dem ÖPNV unterwegs zu sein.
Ich werde also weiter wandern – vielleicht auch mal wieder weit wandern –, auf jeden Fall weiter Rad fahren und weiterhin über die Dinge schreiben, die mir wichtig sind und es wert sind, hier auf dem Blog geteilt zu werden.
Weiterhin freue ich mich natürlich, wenn ich für meine Leserinnen und Leser Gesteinsfunde bestimmen darf (ja, das Angebot ist weiterhin da) und wenn ich hier konstruktive Kritik und lebendigen Austausch erfahre – sei es über Kommentare oder E-Mails. Ich lese jede Mail und beantworte sie auch.
Und natürlich werde ich mir auch dieses Jahr wieder mehr Offline-Zeiten gönnen. Social Media und Co. nehmen uns mehr denn je ein, und auch die Nutzung von KI nimmt zu.
Daher ist es umso wichtiger, mal vom Bildschirm wegzuschauen und sich umzusehen. Natur ist immer da, sie ist immer noch wunderschön – aber wie lange? Nun, das hängt von unserem Verhalten und unserem Verhältnis zu ihr ab. Wir sind immer noch ein Teil dieses Planeten. Also: ab und zu mal das Handy oder Smartphone zu Hause lassen und rausgehen.
Es lohnt sich.
Danke fürs Lesen
– Zoe